Über die Technik und Geschichte des Brettchenweben will ich hier nicht weiter ins Detail gehen, dem interessierten Leser seien für diese Hintergrundinformationen die guten und ausführlichen Seiten von Flinkhand, Steinmaus und Andrea Wagner ans Herz gelegt.

Das klassische Brettchenweben funktioniert ohne Webrahmen, ein Ende der Kette wird an einem Festpunkt und das andere am Gürtel befestigt. Jeder der dieses schonmal probiert hat weiss wie das Stillsitzen und Spannung halten auf den Rücken geht und das man die Arbeit nicht mal eben auf Seite legt. Aus diesem Grund schied diese Variante für mich aus. Ein Brettchenwebrahmen ist zwar ganz nett, aber zum einen recht sperrig beim Transport und meines Wissen eine Entwicklung der Neuzeit. Eine belegte Art der Arbeitstechnik ist das Weben von Brettchenborten auf Webstühlen direkt zusammen mit dem Stoff. Daraus habe ich eine denkbare und transportgünstige Variante des Brettchenweben auf Gewichtswebstuhlbasis abgeleitet mit der ich herumexperimentiere.

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Mittlerweile sieht es ein klein wenig anders aus, Kamm- und Brettchenweben nebeneinander, endlich markttaugliche Holzbrettchen :)

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Jeweils 8 Kettfäden (zwei Brettchen) werden auf zusammen mit einem Gewicht beschwert und somit eine durchgehend gleichmäßige Fadenspannung erreicht.

mini-Brettchen Gewichte

 

Einfache Borten mit 4/4er Muster sind bestens dafür geeignet auf Märkten gefertigt zu werden und dabei interessierten Besuchern Fragen zu bentworten.

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Anno 1280 Gütersloh Isselhorst 2013

 

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Foto von Jutta (Hoffmann) - MPS Borken 2010
auf diesem Bild sieht man die erste “Gewichtswebstuhl” Variante

 

Die Borten werden für den Eigenbedarf gefertigt, hier einige Beispiele
Einfache Borte auf einer Weste...

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... und einer Tunika

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Rest- und Probestücke ergeben Lesezeichen...

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... oder Schlüsselanhänger

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